Wenn die Hauptbesatzzeit in den Brackwasser-Garnelenzuchtgebieten des Mekong-Deltas beginnt, sind eine gute Vorbereitung der Jungtiere, der Besatzzeitpunkt und die Zuchttechnik nicht mehr die einzigen Faktoren für den Erfolg. Darüber hinaus spielt die Vorbeugung gegen gefährliche Krankheiten bei Brackwassergarnelen eine entscheidende Rolle, um Verluste zu reduzieren und die Produktionseffizienz zu steigern. Vemedim wird im Folgenden praktische technische Maßnahmen teilen, die den Züchtern helfen, die Pflege gesunder Garnelenbestände proaktiv zu gestalten und auf eine erfolgreiche Zuchtperiode hinzuarbeiten.
1. Weißfleckenkrankheit – Eine häufige gefährliche Krankheit bei Brackwassergarnelen
Die Weißfleckenkrankheit ist eine der gefährlichsten Krankheiten bei Garnelenzucht. Infizierte Garnelen färben sich oft rosa-rot und zeigen deutlich verminderten Appetit. Unter dem Panzer erscheinen runde weiße Flecken, die sich vor allem am Kopfschild und am letzten Bauchsegment konzentrieren. Die Garnelen schwimmen träge, bewegen sich zum Ufer und sterben meist schnell, mit einer Sterblichkeitsrate von bis zu 90-100 % innerhalb von 3-7 Tagen.
Frühe Vorbeugungsmaßnahmen:
- Verwendung gesunder, qualitativ hochwertiger Jungtiere.
- Aufrechterhaltung einer guten Wasserqualität im Teich, Vermeidung von Umweltschocks.
- Reinigung des Teichs, regelmäßiges Absaugen des Bodens und Einsatz von mikrobiellen Präparaten zur Begrenzung der Virusausbreitung.
>> Weitere Informationen:
- Weißfleckenkrankheit bei Garnelen – Ursachen und Behandlung
- Pankreasnekrose bei Garnelen – Ursachen, Vorbeugung und Behandlung
2. Akutes Hepatopancreas-Nekrose-Syndrom (AHPNS/EMS)
Die Krankheit tritt etwa 10-45 Tage nach dem Besatz auf. Anfangs sind die Symptome unklar, die Garnelen wachsen langsam, sind träge, verweigern das Futter und sterben vereinzelt. Mit Fortschreiten der Krankheit werden die Garnelen weichschalig, die Leber und der Pankreas schwellen an oder schrumpfen, das Gewebe degeneriert, die Zellen der Leber und des Pankreas sind funktionsgestört und lösen sich ab. Im Endstadium treten häufig Sekundärinfektionen auf.
Frühe Vorbeugungsmaßnahmen:
- Einhaltung des saisonalen Besatzplans, Auswahl hochwertiger Jungtiere.
- Gründliche Teichsanierung, Kalkung, Umgraben des Bodens und Entfernung von Restchemikalien.
- Verwendung geeigneter Futtermittel und biologischer Präparate, Vermeidung von Futterüberschuss.
- Kein Einsatz verbotener Chemikalien oder Pestizide zur Teichbehandlung.
- Behandlung mit Vemedim Vime - FDP (S) – Behandlung der Lebernekrose bei Garnelen
3. Weißkotkrankheit
Die Hauptursachen sind Bakterien der Gattung Vibrio, Mikrosporidien der Gattung Plexstophora, Umweltfaktoren, hohe Besatzdichte und ungünstiges Wetter. Erkrankte Garnelen zeigen weißen Kot, fressen wenig, der Darm ist nicht mit Futter gefüllt, der Panzer ist dünn und schrumpft. Die Krankheit tritt meist von April bis Oktober auf, abhängig von Region und Zuchtphase (40–90 Tage).
Frühe Vorbeugungsmaßnahmen:
- Saubere Teichvorbereitung zu Beginn der Saison, Einschränkung von frischem Futter, kein schimmliges Futter.
- Strenge Kontrolle der Teichumgebung, regelmäßiger Wasserwechsel.
- Einsatz mikrobieller Präparate zur Reinigung der Umgebung.
- Zugabe von probiotischen Enzymen, Vitaminen und Mineralien zur Stärkung der Garnelengesundheit.
- Entfernung toter Garnelen aus dem Teich, Anwendung von Medikamenten zur Vorbeugung und Behandlung wie Vime-clean gemäß Anleitung, Vermeidung von Antibiotika-Missbrauch.
4. Krankheiten durch Vibrio-Bakterien
Garnelen, die mit Vibrio infiziert sind, zeigen oft abgebrochene Antennen, Kiemenfäule, schwarze Flecken, eine rosa-rote Körperfärbung und Futterverweigerung. Diese gefährliche Krankheit bei Brackwassergarnelen kann zu schnellem Tod oder verlangsamtem Wachstum, Bestandsaufspaltung und weichem Panzer führen.
Frühe Vorbeugungsmaßnahmen:
- Gute Wasserqualitätskontrolle, Vermeidung zu hoher Besatzdichte und Verletzungen der Garnelen.
- Regelmäßiger Einsatz mikrobieller Präparate wie Vemedim Bitech Yucca und Vemedim Aqua Bacillus zur Reduzierung organischer Substanzen im Teich.
- Senkung des Salzgehalts auf 15–20‰, um das Wachstum von Vibrio zu begrenzen.
- Zugabe von Vitamin C, A, E und Verwendung von Produkten zur Unterstützung der Häutung.
- Behandlung mit Vemedim DOXY 500 – gegen Krankheiten verursacht durch Vibrio alginolyticus.
5. Krankheiten durch fadenförmige Bakterien
Diese treten häufig in Teichen mit hoher Besatzdichte und viel organischem Material auf. Die Garnelen zeigen graue oder schwarze Kiemen, die Beine sind mit feinen Haaren bedeckt, die Garnelen schwimmen kopfüber, häuten sich nicht und sterben vereinzelt. Die Hauptursachen dieser gefährlichen Krankheit bei Brackwassergarnelen sind Leucothrix mucor und andere fadenförmige Bakterien.
Frühe Vorbeugungsmaßnahmen:
- Verbesserung der Umweltbedingungen, Absaugen des Bodens, Wasserwechsel.
- Kontrolle der Besatzdichte und Einsatz mikrobieller Präparate wie Vemedim Aqua Bacillus zur Reduzierung organischer Substanzen.
- Zugabe von Vitamin C, A, E und Beta-Glucan zur Stärkung der Immunabwehr.
- Bei schwerem Krankheitsverlauf Einsatz von Saponinen oder KMnO4 in empfohlenen Dosierungen zur Anregung der Häutung und Teichbehandlung.
6. Weicher Panzer bei Weißbein-Garnelen
Garnelen mit weichem Panzer sind stumpf gefärbt, der Panzer löst sich vom Fleisch, sie sind schwach, anfällig für Schädlinge, wachsen langsam und verlieren an Handelswert. Ursachen sind Calcium- und Phosphormangel, verschmutztes Wasser oder Phosphormangel.
Frühe Vorbeugungsmaßnahmen:
- Umweltmanagement im Teich, Aufrechterhaltung eines Alkalinitätswerts von 80–160 mg/l durch Kalk oder Dolomit.
- Zugabe von Mineralien und Premixen ins Futter mittels Anti Shock oder Herbal Pro.
7. Schwarze Kiemenkrankheit
Diese gefährliche Krankheit bei Brackwassergarnelen tritt häufig bei Weißbein-Garnelen ab dem zweiten Zuchtmonat auf. Die Kiemen verfärben sich braun oder schwarz, die Garnelen haben Atembeschwerden, schwimmen kopfüber, treiben ans Ufer und sterben vereinzelt oder massenhaft. Hauptursachen sind verschmutzte Teiche, kontaminierter Boden, angesammelte organische Substanzen oder abgestorbene Algen sowie hohe NH3- und NO2-Werte. Frühe Vorbeugungsmaßnahmen:
- Einsatz mikrobieller Präparate wie Vemedim BKC 80% zur Reinigung des Teichbodens und Aufnahme von Schadgasen.
- Zugabe von Vitamin C ins Futter.
- Wasserwechsel in der Bodenschicht, wenn möglich.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die proaktive Vorbeugung und frühzeitige Kontrolle von gefährlichen Krankheiten bei Brackwassergarnelen nicht nur die Ausfallrate senkt, sondern auch die Effizienz der Tierhaltung und den Gewinn der Züchter erhöht. Wichtig ist die Aufrechterhaltung einer stabilen Wasserumgebung, die Auswahl hochwertiger Jungtiere, die Anwendung standardisierter Pflegeverfahren und das rechtzeitige Eingreifen bei Anzeichen von Auffälligkeiten. Mit der Unterstützung und den Lösungen von Vemedim können Züchter beruhigter sein und auf eine erfolgreiche, effiziente und nachhaltige Zuchtperiode hinarbeiten. Kontaktieren Sie Vemedim für eine Beratung!


