Schweineasthma ist eine der häufigsten Atemwegserkrankungen bei Schweinen, die direkt die Gesundheit und Produktivität der Herde beeinträchtigt. Ein klares Verständnis der Ursachen, des Krankheitsmechanismus, der Symptome sowie der Präventions- und Behandlungsmethoden ist ein wichtiger Schritt, um wirtschaftliche Verluste in der Schweinezucht zu reduzieren. Der Artikel von Vemedim liefert detaillierte Informationen über Schweineasthma – von den Ursachen, der Epidemiologie und dem Krankheitsmechanismus bis hin zur Vorbeugung und Behandlung – und hilft den Landwirten, ihre Tiere bestmöglich zu versorgen.
Allgemeine Einführung in die Schweineasthma-Erkrankung
Schweineasthma, auch als enzootische Pneumonie bei Schweinen bezeichnet, ist eine chronisch infektiöse Erkrankung, die hauptsächlich die Atemwege und die Lunge schädigt. Die Krankheit ist in vielen Regionen verbreitet, breitet sich leicht unter intensiver Tierhaltung aus und wirkt sich stark auf die Gewichtszunahme, den Futterverbrauch und die Verlustrate der Schweineherde aus.
Die Krankheit tritt am häufigsten bei Ferkeln nach dem Absetzen (2-3 Wochen) auf, wenn die von der Mutter übertragenen Antikörper ihre Wirkung verlieren. Die schwerste Krankheitsform zeigt sich meist bei Mastschweinen im Alter von 12-14 Wochen, in der Phase des starken Wachstums. Die Hauptübertragungswege sind Luft, Nasen-Rachen-Sekrete, Haltungsausrüstung, Zwischenwirte oder die Übertragung von Sauen auf ihre Ferkel.
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Ursachen der Schweineasthma-Erkrankung
Der Hauptverursacher der Krankheit bei Schweinen ist Mycoplasma hyopneumoniae – ein besonders kleines extrazelluläres Mikroorganismus ohne Zellwand, das sich fest an die Flimmerhärchen der Atemwege der Schweine anheftet. Unter guten Haltungsbedingungen tritt die Krankheit selten oder nur in leichter Form auf.
Wenn jedoch die Abwehrkräfte der Schweineherde geschwächt sind, öffnet dieses Bakterium häufig den Weg für andere opportunistische Krankheitserreger, die ein komplexes Atemwegssyndrom (PRDC) verursachen. Häufige sekundäre Erreger sind:
- Haemophilus parasuis (verursacht Glässer-Krankheit)
- Pasteurella multocida (Blutvergiftung)
- Streptococcus suis, E.coli
- Viren wie Schweineinfluenza-Virus (SIV), Pseudowutvirus (PRV), PRRSV, PCV2…
Nach dem Eindringen in den Körper haftet Mycoplasma hyopneumoniae an der Flimmerschicht (Zilien) in der Luftröhre und den Bronchien der Schweine. Das Bakterium produziert Toxine, die die Flimmerschicht zerstören und somit das Selbstschutzsystem der Atemwege lähmen.
Klinische Symptome der Schweineasthma-Erkrankung
Die Inkubationszeit beträgt etwa 7-14 Tage, die Krankheit verläuft meist langsam und langwierig. Je nach Schweregrad kann man zwischen akuter und chronischer Form unterscheiden.
Akute Form
- Tritt häufig bei frisch erkrankten Schweinen oder bei starker Sekundärinfektion auf.
- Plötzlicher, anhaltender Husten, besonders bei Bewegung oder morgens früh.
- Atemnot, schnelle Atmung, manchmal sitzen die Schweine in bellender Haltung zum Atmen, Bauch eingezogen, Mund offen zum Luftholen.
- Manche Tiere zeigen Tränenfluss, Nasenausfluss, Schaum vor dem Maul, bläuliche Schleimhäute an Mund und Ohren aufgrund von Sauerstoffmangel.
- Die Körpertemperatur ist meist normal oder leicht erhöht, bei bakteriellen Sekundärinfektionen jedoch hohes Fieber.
- Vereinzelt Todesfälle, vor allem bei erstmaliger Infektion der Herde; übersteht das Tier diese Phase, wird die Krankheit meist chronisch.
Chronische Form
- Dies ist die häufigste und langanhaltende Form in den Zuchtbetrieben.
- Trockener, anfallsartiger Husten über mehrere Wochen, besonders nach Bewegung oder Temperaturwechsel.
- Beim Husten krümmen die Schweine den Rücken, strecken den Hals und senken den Kopf, um den Schleim leichter abzuhusten.
- Atembeschwerden, Wachstumsverzögerungen; viele Tiere fressen schlecht und verlieren deutlich an Gewicht.
- Bei ausgewachsenen Schweinen sind die Symptome meist mild, nur gelegentlich Husten.
Diagnose und Behandlung der Schweineasthma-Erkrankung
Die Diagnose basiert auf klinischen Symptomen in Kombination mit pathologischen Befunden bei der Autopsie. Dazu gehören:
- Klinisch: Plötzlicher, anhaltender Husten, Atemnot, Wachstumsverzögerung.
- Autopsie: Symmetrische Lungenentzündung, Verhärtung des Lungengewebes mit klaren Grenzen.
- Labortests: Moderne Methoden wie ELISA, Immunfluoreszenz oder Komplementbindungsreaktion können zur Identifizierung von M. hyopneumoniae in Lungenproben verwendet werden.
Hinweis: Es ist wichtig, die Krankheit von anderen Atemwegserkrankungen wie APP (Rippenfellentzündung), Blutvergiftung, PRRS, Schweinegrippe oder Paratyphus zu unterscheiden.
Die Behandlung der Schweineasthma erfordert eine Kombination aus Stallhygiene, Antibiotikatherapie und unterstützender Ernährung. Im Einzelnen:
Schritt 1: Reinigung und Desinfektion
Verbesserung der Belüftung im Stall, tägliches Besprühen mit ANTISEP 3 ml pro 1 Liter Wasser
Schritt 2: Medikamenteneinsatz
- Verwendung von Vemedim Doxy 50% durch Zugabe ins Trinkwasser, 1 g pro 50 kg Körpergewicht für 3-5 aufeinanderfolgende Tage.
- Oder Injektion von Tyloket, intramuskulär für 3-5 Tage hintereinander, 1 ml pro 15 kg Körpergewicht pro Tag.
Schritt 3: Unterstützende Behandlung
- Mischung von BIOGREEN Probiotika 1-3 kg pro 1 Tonne Futter.
- Zugabe von ESCENT L 1 ml pro 30-40 kg Körpergewicht ins Trinkwasser.
- Zugabe von GLUCO K,C 250 g pro 20 Liter Trinkwasser.
Vorbeugung der Schweineasthma-Erkrankung
Die Vorbeugung spielt eine wichtigere Rolle als die Behandlung, da die Krankheit leicht chronisch wird und langfristige Auswirkungen auf die Schweineherde hat. Die Prävention konzentriert sich auf die Verbesserung der Haltungsbedingungen, Stallhygiene, ausgewogene Ernährung und Impfungen, um das Eindringen und die Ausbreitung von M. hyopneumoniae zu begrenzen. Im Einzelnen:
- Reinigung des Stalls, Vermeidung von Feuchtigkeit, Aufrechterhaltung einer geeigneten Temperatur.
- Wöchentliche Desinfektion, Reinigung und Desinfektion der Haltungsausrüstung.
- Regelmäßiges Besprühen mit Vemedim Altacid zur Eliminierung von Krankheitserregern in der Umwelt.
- Ausgewogene und ausreichende Ernährung mit Vemedim AD3E, Vemedim Anagin C oder Vemedim Aminovit.
- Neu gekaufte Schweine sollten mindestens 2 Wochen isoliert werden, bevor sie in die Herde integriert werden.
- Verwendung des Impfstoffs Biosuis M.hyo: 2 ml pro Tier, einmalige Injektion im Alter von 14 Tagen.
Die Kombination aus Stallhygiene, Verbesserung der Haltungsbedingungen, Impfungen und rechtzeitiger Behandlung hilft, die Schweineasthma-Erkrankung effektiv zu kontrollieren. Eine umfassende Schweinepflege schützt nicht nur die Gesundheit der Herde, sondern steigert auch die wirtschaftliche Effizienz und fördert eine nachhaltige Entwicklung in der Schweinezucht. Wir hoffen, dass dieser Artikel Ihnen zusätzliche Lösungen zum Schutz Ihrer Schweineherde bietet. Für weitere Beratungen zu Präventions- und Behandlungsprotokollen wenden Sie sich bitte an Vemedim!


