Gumboro-Krankheit: Ursachen, Vorbeugung und wirksame Behandlung

Gumboro-Krankheit: Ursachen, Vorbeugung und wirksame Behandlung

In der Geflügelzucht ist die Gumboro-Krankheit eine der größten Sorgen der Züchter. Die Krankheit verursacht nicht nur direkte Schäden an der Hühnerherde, sondern beeinträchtigt auch langfristig die Immunabwehr, wodurch die Hühner anfälliger für viele andere ansteckende Krankheiten werden. Vemedim wird Informationen teilen, die Ihnen einen umfassenden Überblick über die Pathomechanismen, frühe Erkennungssymptome und die Umsetzung eines effektiven Präventions- und Kontrollprogramms zum Schutz der Herde geben.

Was ist die Gumboro-Krankheit?

Die Gumboro-Krankheit, auch bekannt als infektiöse Bursa-Fabricius-Entzündung (Infectious Bursal Disease - IBD), ist eine akute ansteckende Krankheit, die durch ein Virus aus der Familie der Birnaviridae verursacht wird. Dieses Virus hat eine besondere Affinität zum Immunsystem der Hühner, insbesondere zur Bursa Fabricius – einem Organ, das bei jungen Hühnern Immunzellen produziert.

Wenn das Virus angreift, schwillt die Bursa Fabricius an, entzündet sich stark, schrumpft dann schnell und verliert die Fähigkeit, Antikörper zu bilden. Dies führt zu einer schweren Schwächung des Immunsystems der Hühner, was anderen Krankheiten wie Newcastle, E.coli oder CRD den Angriff erleichtert. Die Krankheit kann bei allen Hühnerrassen auftreten, am häufigsten im Alter von 3-6 Wochen, mit einer Infektionsrate von bis zu 100 % und einer Sterblichkeitsrate von 20-60 %, abhängig von den Haltungsbedingungen und Begleiterkrankungen.

Die Gumboro-Krankheit ist eine häufige akute ansteckende Krankheit bei jungen Hühnern

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Übertragungswege der Krankheit

Diese Krankheit breitet sich sehr schnell aus, da das Gumboro-Virus in der Umwelt lange überleben kann. Im Stall kann das Virus monatelang überleben, sogar in Kot, Futter, Trinkwasser oder Staub.

Die Krankheit wird direkt übertragen, wenn gesunde Hühner mit kranken in Kontakt kommen, oder indirekt über Zwischenfaktoren wie Zuchtgeräte, Kleidung, Schuhe, Transportfahrzeuge und sogar von der Mutter auf das Küken im Ei. Sobald das Virus in den Körper eindringt, vermehrt es sich schnell in den Immunzellen des Darms und der Leber, breitet sich dann im ganzen Körper aus und zerstört das natürliche Abwehrsystem der Hühner.

Das Virus, das die Gumboro-Krankheit überträgt, überlebt lange in der Umwelt

Symptome der Gumboro-Krankheit

Hühner, die an Gumboro erkranken, zeigen meist schon 2-3 Tage nach der Virusinfektion sehr deutliche Symptome. Im Einzelnen:

  • Zunächst wirken die Hühner lustlos, sträuben ihr Gefieder, fressen weniger und sammeln sich in kleinen Gruppen. Einige zeigen ungewöhnliches Verhalten wie unkontrolliertes Herumfliegen, Zittern oder das Picken am eigenen After.
  • Im weiteren Verlauf leiden die Hühner oft an starkem Durchfall, der Kot ist dünnflüssig und hat eine trübe weiße oder bräunlich-gelbe Farbe, die den After verklebt. Das Körpergewicht nimmt schnell ab, der Gang ist unsicher, die Tiere zittern und wirken teilnahmslos.
  • Bei Masthühnern bricht die Krankheit meist im Alter von 20-40 Tagen aus, bei Junghennen oder Legehennen tritt sie meist im Alter von 30-80 Tagen auf. 
  • Bei Sekundärinfektionen kann die Sterblichkeitsrate auf 50-60 % ansteigen, was für viele Züchter erhebliche Verluste bedeutet.
Die Symptome der Gumboro-Krankheit sind leicht zu erkennen, wenn die Hühner lustlos sind, das Gefieder sträuben, weniger fressen und eventuell Durchfall haben

Behandlungsprotokoll und Vorbeugung der Gumboro-Krankheit

Derzeit gibt es kein spezifisches Medikament gegen die Gumboro-Krankheit, da das Virus nicht durch Antibiotika abgetötet wird. Bei frühzeitiger Erkennung und rechtzeitiger Behandlung können Züchter jedoch die Sterblichkeitsrate senken und Schäden begrenzen. Ziel des Behandlungsprotokolls ist es, die Gesundheit der Hühner zu stabilisieren, Wasserverlust zu vermeiden und Stress zu reduzieren, damit sich das Immunsystem selbst erholen kann. Folgende Schritte sind durchzuführen:

  • Kranke Hühner sofort von der gesunden Herde isolieren.
  • Den gesamten Stall desinfizieren, idealerweise mit Vemedim BKC (GSGC).
  • Gumboro-Antikörper für die gesamte Herde injizieren – 2 Dosen im Abstand von 3 Tagen.
  • Die Immunabwehr stärken, indem folgende Mittel ins Trinkwasser gemischt werden:

- Elektrolyte + Vitamin C ergänzen mit Vemedim Anti Gum, Vemedim Electrosol, Vemedim Betavit.

- Leber- und Nierentonika (MEBI-GLUCAN C, PARA C ORAL...).

- Das Medikament Vemedim Para C zur Fiebersenkung und Schmerzlinderung, falls die Hühner erschöpft sind.

- Keine willkürliche Verwendung von Antibiotika, da diese gegen Viren wirkungslos sind.

Vorbeugung ist immer die nachhaltigste Lösung in der Geflügelzucht. Da das Gumboro-Virus lange überleben und sich schnell verbreiten kann, sind Impfungen kombiniert mit biologischer Hygiene der Schlüssel zur Krankheitsprävention.

  • Gumboro-Impfplan einhalten:

- 1. Impfung: im Alter von 5 Tagen.

- 2. Impfung: im Alter von 14 Tagen.

- 3. Impfung (Auffrischung): im Alter von 23 Tagen.

Der Impfstoff kann als Augentropfen, Nasentropfen oder ins Trinkwasser gegeben werden. Es sollte ein vertrauenswürdiger Impfstoff gewählt, bei 2-8°C gelagert und nach dem Anmischen vollständig verwendet werden.

  • Stallhygiene aufrechterhalten:

- Regelmäßige Desinfektion vor und nach jeder Herdenrotation mit Vemedim BKC (GSGC).

- Futter- und Wassernäpfe sowie Geräte müssen sauber gewaschen und getrocknet werden.

- Feuchtigkeit und Zugluft vermeiden, da dies günstige Bedingungen für das Virus sind.

  • Rationale Herdenführung:

- Keine Haltung verschiedener Altersgruppen im gleichen Bereich.

- Neue Hühner mindestens 2 Wochen isolieren.

- Fremde Personen möglichst nicht in den Stall lassen und Schuhe sowie Kleidung beim Betreten und Verlassen desinfizieren.

Vorbeugung ist die nachhaltigste Lösung zum Schutz der Hühnerherde vor der Gumboro-Krankheit

Die Gumboro-Krankheit ist eine der gefährlichsten Krankheiten bei jungen Hühnern, die nicht nur schnell zum Tod führen kann, sondern auch das Immunsystem langfristig schwächt und die spätere Aufzucht beeinträchtigt. Um diese Krankheit gut zu kontrollieren, müssen Züchter proaktiv durch Impfungen vorbeugen, für saubere Stallhygiene sorgen und die Gesundheit der Herde täglich genau beobachten. Handeln Sie jetzt, um Ihre Herde zu schützen, und kontaktieren Sie Vemedim noch heute, wenn Sie Verdachtsanzeichen einer Erkrankung bemerken!