In der Schweinehaltung sind Krankheiten wie das Schweineparatyphus stets ein Albtraum für die Züchter aufgrund der schnellen Ausbreitung und der hohen Sterblichkeitsrate. Wenn die Schweine Symptome zeigen, ist es sehr wichtig, diese rechtzeitig zu erkennen und entsprechend zu handeln. Lassen Sie uns gemeinsam mit Vemedim die Warnzeichen, Behandlungsmethoden und wirksame Präventionsmaßnahmen dieser Krankheit im Detail kennenlernen, um die Schweineherde stets gesund zu halten.
Ursachen der Schweineparatyphus-Erkrankung
Der Paratyphus wird durch zwei Bakterienstämme verursacht: Salmonella choleraesuis und Salmonella typhimurium. Diese gramnegativen Bakterien verbreiten sich leicht über den Verdauungstrakt, insbesondere wenn Schweine mit kontaminiertem Futter, Wasser oder Ausscheidungen in Kontakt kommen.
Die Krankheit kann in jedem Alter auftreten, jedoch sind Ferkel nach dem Absetzen bis etwa 4 Monate am anfälligsten, da ihr Immunsystem noch nicht vollständig entwickelt ist. Die Bakterien dringen durch die Darmschleimhaut ein, gelangen dann ins Blut und in andere Organe wie Leber, Milz und Nieren, was zu einer Blutvergiftung und systemischen Schäden führt.
>> Mehr erfahren:
- Staupe-ähnliche Krankheit bei Schweinen – Erkennung und richtige Behandlung
- Circo-Virus-Erkrankung bei Schweinen – Erkennung und rechtzeitige Behandlung
Symptome der Schweineparatyphus-Erkrankung
Nach einer Inkubationszeit von 2-7 Tagen zeigen die Schweine deutliche klinische Symptome. Die Krankheit verläuft meist in zwei Hauptformen: akut und chronisch, mit unterschiedlichen Symptomen wie folgt:
Akute Form
Tritt meist bei Ferkeln oder frisch abgesetzten Schweinen auf, die Krankheit beginnt und schreitet schnell voran und führt ohne Behandlung innerhalb von 2-4 Tagen zum Tod, mit einer Sterblichkeitsrate von fast 100 %. Betroffene Schweine zeigen folgende Symptome:
- Hohe Temperatur von 41,5-43°C.
- Schwäche, Appetitlosigkeit und Liegenbleiben an einem Ort.
- Verdauungssymptome: Anfangs Verstopfung, später schwerer Durchfall mit gelbem, blutdurchsetztem und faulig riechendem Kot.
- Schweine schreien wegen Bauchschmerzen, können erbrechen, haben Atembeschwerden, Nasenausfluss und Speichelfluss.
- Am Ende der Phase treten Blutergüsse oder bläuliche Flecken an Ohren, Bauch und Innenseiten der Oberschenkel auf, verursacht durch bakterielle Gefäßschäden.
Chronische Form
Tritt bei ausgewachsenen Schweinen oder Mastschweinen auf, die Krankheitsdauer beträgt 2-4 Wochen. Die Symptome sind milder, aber anhaltend. Dazu gehören:
- Fieber von 39-40°C.
- Schwacher Appetit, langsames Wachstum, struppiges Fell, Abmagerung, gelegentlich leichte Atemstörungen wie schnelle Atmung und leichter Husten.
- Anhaltender Durchfall mit gelbem oder schwarzem, stark fauligem Kot.
- Die chronische Form führt oft zu Wachstumsstörungen und vermindertem Gewichtszuwachs, was trotz niedriger Sterblichkeit zu erheblichen wirtschaftlichen Verlusten führt.
Vorbeugung gegen Schweineparatyphus
Da die Krankheit über den Verdauungstrakt übertragen wird und lange in der Umwelt überleben kann, ist Vorbeugung stets wirksamer als Behandlung. Die Maßnahmen sollten gleichzeitig und regelmäßig durchgeführt werden, darunter:
- Strikte Einhaltung der Biosicherheit: Die Ställe müssen trocken, sauber und mit angemessener Besatzdichte sein. Vermeiden Sie, dass Schweine verdorbenes Futter, verschmutztes Wasser oder unbehandelte Ausscheidungen aufnehmen oder damit in Kontakt kommen.
- Regelmäßige Desinfektion: Verwenden Sie Desinfektionsmittel mit Jod, Chlor oder Ammoniumverbindungen wie Vemedim Altacid, das 1-2 Mal pro Woche im Stallbereich versprüht wird.
- Impfungen mit dem Impfstoff Amolax: Rechtzeitige Impfung, besonders bei Ferkeln nach dem Absetzen, um aktive Immunität aufzubauen.
- Ergänzung von Verdauungsenzymen, Vitaminen und Mineralstoffen mit Vemedim AD3E, Vemedim Anagin C und Vemedim Aminovit: Unterstützt die Immunabwehr, stabilisiert die Darmflora und reduziert Infektionen.
- Richtiger Einsatz von Antibiotika zur Prophylaxe: Bei hohem Risiko kann ein niedrig dosiertes Breitbandantibiotikum 5-7 Tage ins Futter gemischt werden, jedoch nur nach Anweisung des Tierarztes, um Resistenzbildung zu vermeiden.
Effektivstes Behandlungsschema bei Schweineparatyphus
Wenn bei der Schweineherde Krankheitsanzeichen festgestellt werden, müssen die erkrankten Tiere sofort isoliert und der gesamte Stall täglich mit Desinfektionsmitteln behandelt werden. Nachfolgend finden Sie die Behandlungsschemata für verschiedene Krankheitsfälle:
Schemata 1: Für Ferkel oder akute Form
- Antibiotika: Injektion von Fluorchinolon-Wirkstoffen (Enrofloxacin oder Norfloxacin) in der Dosierung von 5-10 mg/kg Körpergewicht, Wiederholung nach 72 Stunden bei schwerem Verlauf möglich.
- Verdauungsunterstützung: Beimischung von Verdauungsenzymen oder Toxinadsorbentien ins Futter, 3-5 Tage kontinuierlich zur Stabilisierung des Darms.
- Stärkung der Abwehrkräfte: Injektion von Glukose, Vitamin C, Mineralstoffkomplexen und B-Vitaminen über 3-5 Tage zur schnellen Genesung.
Schemata 2: Für Mastschweine oder chronische Form
- Antibiotika: Einsatz von Amoxicillin oder Trimethoprim-Sulfamethoxazol, Injektion oder Futterzugabe über 5 Tage.
- Unterstützende Pflege: Bereitstellung von sauberem Wasser, leicht verdaulichem Futter, stabile Stalltemperatur und Stressvermeidung.
- Nahrungsergänzung: Kontinuierliche Gabe von lebenden Enzymen, Vitamin C und Elektrolyten wie Vemedim Electrosol zur Wiederherstellung der Leber- und Darmfunktion.
Schemata 3: Für Herden mit hohem Ausbreitungsrisiko
- Kombination von Breitbandantibiotika: Mögliche Kombination von Tetracyclin oder neuen Chloramphenicol-Generationen (nach tierärztlicher Anweisung).
- Unterstützende Behandlung: Gabe von oralen Rehydratationslösungen (ORS) zur Flüssigkeits- und Elektrolytersatztherapie, kombiniert mit fiebersenkenden und entzündungshemmenden Medikamenten wie Vemedim Analgindex.
- Rückfallprophylaxe: Nach der Behandlung sollte die Fütterung mit Laktobakterien und Vitaminen mindestens 7-10 Tage fortgesetzt werden, um eine erneute Infektion zu verhindern.
Schweineparatyphus ist eine der Ursachen für erhebliche wirtschaftliche Verluste in der Schweinehaltung. Aufgrund der schnellen Ausbreitung und hohen Sterblichkeit müssen Züchter präventive Maßnahmen ernst nehmen, frühzeitig diagnostizieren, rechtzeitig isolieren und das richtige Behandlungsschema bei erkrankten Schweinen anwenden, um die Herde zu schützen. Vemedim steht Ihnen jederzeit zur Seite, um Sie bei der Pflege und dem Schutz Ihrer Schweineherde zu unterstützen. Kontaktieren Sie uns, wenn Sie Hilfe benötigen.


