In der Schweinezucht ist eine der großen Sorgen, die schwere Schäden verursachen kann, die Circo-Virus-Erkrankung bei Schweinen, verursacht durch das Porcine Circovirus. Infizierte Schweine wachsen langsamer, sind geschwächt und verursachen erhebliche wirtschaftliche Verluste für die Züchter. Vemedim möchte mit den Landwirten wichtige Warnzeichen, wirksame Behandlungsmethoden und Präventionsmaßnahmen teilen, damit Sie proaktiv auf diese Krankheit reagieren können. Schauen Sie gerne rein!
Erreger der Circo-Virus-Erkrankung bei Schweinen
Die Circo-Krankheit wird durch das Porcine Circovirus (PCV) aus der Familie der Circoviridae verursacht und in zwei Haupttypen unterteilt:
- PCV1: Schon lange bekannt, infiziert meist nur Schweinenieren-Zellkulturen und verursacht in der Praxis keine Krankheit bei Schweinen.
- PCV2: Hauptursache der Krankheit, verbunden mit dem Post-Weaning-Multisystemic-Wasting-Syndrom und dem Dermatitis-Nephritis-Syndrom.
PCV2 ist besonders gefährlich, weil:
- Es kann mit komplexen Atemwegserkrankungen, Asthma, Glässer-Krankheit und vielen anderen Infektionskrankheiten kombiniert auftreten, was die Produktivität und das Wachstum der Schweine beeinträchtigt.
- Das Virus überdauert lange in der Umwelt: 4-8 Monate, selbst ohne lebende Schweine, was Desinfektion und Prävention erschwert.
- Das Virus befällt Schweine jeden Alters, von neugeborenen Ferkeln, Absetzferkeln bis hin zu Jungebern und Mastschweinen vor der Schlachtung.
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Übertragungswege des Circo-Virus bei Schweinen
Die Circo-Krankheit bei Schweinen kann sich schnell über verschiedene Wege ausbreiten:
- Direkter Kontakt: Gesunde Schweine, die mit infizierten Schweinen in Kontakt kommen, erkranken leicht.
- Infizierte Muttersauen: Übertragung des Virus auf Ferkel über die Plazenta oder Milch.
- Infiziertes Sperma: Über Fortpflanzung kann das Virus in der Herde verbreitet werden.
- Umwelt: Das Virus überdauert lange und dringt über Nase, Mund oder Hautwunden in die Schweine ein.
- Nicht standardisierte Impfstoffe: Verwendung von Impfstoffen mit Öl-Emulsionen oder falsche Lagerung kann ebenfalls das Virus übertragen.
- Externe Faktoren, die Ausbrüche verstärken: Stress durch Transport, Überbelegung, schlechte Hygiene, plötzliche Temperaturwechsel.
Pathogenese von PCV2
Nach dem Eindringen in den Schweinekörper wirkt PCV2 auf komplexe Weise:
- Das Virus greift zuerst die Lymphknoten, Mandeln, Milz und Lunge an – die Hauptorgane der Immunantwort.
- Anschließend dringt das Virus in Lymphozyten ein, reduziert deren Anzahl und führt zu Immunschwäche.
- Ein geschwächtes Immunsystem macht die Schweine anfällig für Sekundärinfektionen wie Maul- und Klauenseuche, Blauzungenkrankheit, Lungenentzündung, was weitere Schäden verursacht.
- Ferkel können das Virus bereits am ersten Lebenstag infizieren, was das Wachstum langfristig beeinträchtigt.
Durch diesen Mechanismus wird PCV2 zu einem „stillen“ Virus, der jedoch die gesamte Schweineherde stark beeinflusst.
Symptome bei Schweinen mit Circo-Virus-Erkrankung
Die Circo-Krankheit tritt meist bei Mastschweinen vom Absetzen bis zur Schlachtung auf, mit unterschiedlichen Symptomen je nach Krankheitsform.
Wachstumsverzögerte Form:
- Schweine wachsen langsam, sind mager, haben struppiges Fell; besonders 10-20 % der Herde können nach dem Absetzen Wachstumsverzögerungen zeigen.
- Atembeschwerden, geschwollene Lymphknoten, Gelbsucht, Fieber, Durchfall.
- Innere Organe: geschwollener Darm, Magengeschwüre, nekrotisierende Lungenentzündung.
- Schwaches Immunsystem, plötzlicher Tod durch Sekundärinfektionen möglich.
Dermatitis-Nephritis-Form:
- Rötliche Flecken und Hautgeschwüre, meist am Gesäß und an den Hinterkeulen, nach einigen Tagen trocknen die Geschwüre ein und bilden Schorf.
- Geschwollene, blasse Nieren, manchmal mit Blutungen.
- Lungenblutungen, beeinträchtigen die Atmung, Schweine wirken schwach und müde.
Die Symptome können einzeln oder in der gesamten Herde auftreten, abhängig vom Infektionsgrad und den Haltungsbedingungen.
Intervention und Behandlung bei Circo-Virus-Erkrankung
Für die Circo-Krankheit gibt es kein spezifisches Heilmittel, aber unterstützende Behandlungsprotokolle können die Krankheitslast verringern und Sekundärinfektionen vorbeugen:
- Reinigung der Ställe, Stärkung der Abwehrkräfte.
- Desinfektion mit Vemedim Altacid, einmal täglich.
- Symptomatische Behandlung: Injektion von entzündungshemmenden Mitteln Vemedim Analgindex (1 ml/20 kg Körpergewicht).
- Vorbeugung von Sekundärinfektionen – Stärkung der Abwehrkräfte:
+ Protokoll 1: Injektion von CEFNOME 25 + GLUCO K-C + GATOSAL@100.
+ Protokoll 2: Injektion von LINSPEC NEW + GLUCO K-C + GATOSAL@100.
+ Protokoll 3: Injektion von TYLOGENT 200 + B.COMPLEX + GATOSAL@100.
- Zusatz von Vitaminen und Mineralstoffen im Futter mit Vemedim Aminovit, Vemedim ADE B Complex,...
Die Circo-Virus-Erkrankung bei Schweinen ist eine latente Bedrohung in der Schweinezucht, die die Gesundheit, Produktivität und den Gewinn der Züchter stark beeinträchtigt. Landwirte sollten proaktiv die Umwelt reinigen, die Immunität der Herde stärken und mit Tierärzten zusammenarbeiten, um nachhaltige Präventionsstrategien zu entwickeln. Vemedim steht Ihnen jederzeit zur Seite, um Sie bei der Pflege und dem Schutz einer gesunden Schweineherde zu unterstützen. Kontaktieren Sie uns gerne bei Bedarf!


