Glässer-Krankheit bei Schweinen oder bakterielle Polyserositis ist eine ernsthafte Erkrankung, die die Atemwege, das Herz, das Gehirn und die Gelenke der Schweine stark beeinträchtigt. Gemeinsam mit Vemedim erfahren Sie hier mehr über Ursachen, Erkennungssymptome, Vorbeugemaßnahmen und effektive Behandlungsprotokolle, um Verluste in der Schweinehaltung zu minimieren.
Allgemeine Einführung zur Glässer-Krankheit bei Schweinen und Ursachen
Die Polyserositis, auch bekannt als Glässer-Krankheit oder Glässer, ist eine gefährliche ansteckende Erkrankung bei Schweinen, verursacht durch das Bakterium Haemophilus parasuis. Diese Krankheit tritt häufig in intensiven Schweinehaltungen auf, besonders bei Ferkeln im Alter von 4 bis 8 Wochen, wenn das Immunsystem noch nicht vollständig entwickelt ist.
Die Krankheit verursacht Entzündungen der Hirnhaut, Lungenhaut, Herzbeutel und der Gelenke, was zu Bewegungsproblemen und schnellem Tod führt, wenn nicht frühzeitig eingegriffen wird. Glässer beeinträchtigt nicht nur die Leistungsfähigkeit, sondern verursacht auch erhebliche wirtschaftliche Verluste für die Schweinehalter aufgrund hoher Sterblichkeitsraten und hoher Behandlungskosten.
Die Polyserositis bei Schweinen wird durch das Bakterium Haemophilus parasuis verursacht – ein gramnegatives Kokkenbakterium, das normalerweise im oberen Atemtrakt gesunder Schweine vorkommt. Bei Immunschwäche oder Stressfaktoren wie Wetterwechsel, Stallwechsel, Absetzen oder Begleiterkrankungen wird dieses Bakterium aktiviert, gelangt in den Blutkreislauf und breitet sich auf wichtige Organe aus: Herzbeutel, Hirnhaut, Lungenhaut und Gelenke.
>> Weitere Informationen:
- Falscher Tollwut bei Schweinen – Erkennung und korrekte Behandlung
- Paratyphus bei Schweinen: Erkennungszeichen und Behandlungsmethoden
Erkennungssymptome der Glässer-Krankheit bei Schweinen
Die Symptome der Glässer-Krankheit sind recht typisch und lassen sich in zwei Hauptklinische Formen unterteilen: akute und chronische Form, die jeweils unterschiedliche Schweregrade aufweisen:
Akute Form
Dies ist die häufigste Form, besonders bei Ferkeln nach dem Absetzen, mit folgenden Symptomen:
- Erkrankte Schweine haben hohes Fieber von 40-41°C, Appetitlosigkeit, Zittern, schnelle Atmung, bläuliche Verfärbung der Gliedmaßen und gelegentlichen kurzen Husten von 2-3 Stunden Dauer.
- Beim Abtasten der Gelenke sind Schwellungen, Wärme und Schmerzen spürbar, die Schweine haben Schwierigkeiten beim Gehen oder liegen nur noch herum.
- In vielen Fällen greifen die Bakterien schnell die Herz- und Lungenhäute an, verursachen fibrinöse eitrige Entzündungen und plötzlichen Tod, besonders bei gleichzeitiger PRRS- oder Schweinegrippe-Erkrankung.
Chronische Form
- Schweine mit chronischer Form wachsen langsam, sind schwach, haben schlechten Appetit, struppiges Fell und blasse Haut.
- Die Gelenke zeigen weiterhin leichte Entzündungen, was zu Lahmheit führt.
- Die Krankheit schreitet langsam voran, die Infektionsrate liegt bei 10-15%, ist aber schwer vollständig zu behandeln.
Genesene Schweine bleiben oft mager und zeigen deutliche Leistungseinbußen. In vielen Fällen müssen erkrankte Tiere ausgemustert werden, um eine Ausbreitung zu verhindern.
Diagnose und Behandlung der Glässer-Krankheit bei Schweinen
Für eine genaue Diagnose müssen Tierärzte klinische Untersuchungen mit Laboruntersuchungen kombinieren:
- Klinische Beobachtung: hohes Fieber, Zittern, Atemnot, Gelenkschwellungen, bläuliche Gliedmaßen.
- Histopathologische Untersuchung: Nachweis von Fibrin an Herz-, Lungen- und Bauchfell.
- Bakterienisolierung: Einsatz von PCR, ELISA oder Kultivierung zur Identifikation von H. parasuis.
Nach der genauen Diagnose sollte ein Behandlungsprotokoll angewandt werden, das Antibiotika, Entzündungshemmer und unterstützende Maßnahmen kombiniert sowie probiotische Mittel zur Wiederherstellung der Darmflora ergänzt. Konkret sind folgende Protokolle zu empfehlen:
- Spezifische Antibiotika:
Verwendung von Antibiotika mit starker Wirksamkeit gegen H. parasuis wie Amoxicillin, Ceftiofur, Tulathromycin, Penicillin + Streptomycin oder Cefalexin. Die Injektionen werden 2-3 Tage hintereinander verabreicht, wobei die Dosierung genau nach Herstellerangaben einzuhalten ist.
- Entzündungshemmer und Fiebersenkung:
Zur Reduzierung von Gelenkschwellungen und Schmerzen, Unterstützung der Nahrungsaufnahme, z. B. Ketoprofen, Dexamethason, Flunixin-Meglumin.
- Unterstützung und Elektrolytzufuhr:
Injektion von GLUCO-K-C, Butaphosphan + B12 oder VITAMIN C zur Förderung der Genesung, Stressreduktion und Senkung der Sterblichkeitsrate.
- Unterstützung nach der Behandlung:
Nach Absetzen der Antibiotika sollte für 3-5 Tage die Gabe von probiotischen Mitteln (SPOBIO MEN, MEN LACTIC) erfolgen, um die Darmflora zu stabilisieren, die Nährstoffaufnahme zu verbessern und die Genesung zu beschleunigen.
Vorbeugung der Polyserositis (Glässer) bei Schweinen
Da die Glässer-Krankheit bakteriell bedingt ist, ist eine aktive Vorbeugung entscheidend, um Schäden zu minimieren. Landwirte können folgende Maßnahmen anwenden:
- Regelmäßige Reinigung und Desinfektion mit Lösungen wie Vemedim Altacid zur Abtötung von Krankheitserregern.
- Impfungen nach Plan, besonders bei Zuchtsauen vor der Geburt, um Antikörper an die Ferkel weiterzugeben.
- Stressreduktion, Verbesserung der Stallbedingungen, Vermeidung plötzlicher Wetterwechsel und zu hoher Besatzdichte.
- Stärkung der Abwehrkräfte durch Zusatz von probiotischen Mitteln Celzym, Vemedim Bactozyme und Vitaminen wie Vemedim Vime-Electrolyte, um die Gesundheit der Schweine zu fördern und die Krankheitsresistenz zu verbessern.
Die Glässer-Krankheit bei Schweinen zählt zu den gefährlichsten ansteckenden Krankheiten in der Schweinehaltung und kann erhebliche wirtschaftliche Schäden verursachen, wenn sie nicht rechtzeitig erkannt und behandelt wird. Früherkennung, korrekte medikamentöse Behandlung und regelmäßige Vorbeugung sind der Schlüssel, um eine gesunde Schweineherde zu erhalten. Mit Vemedim an Ihrer Seite können Sie sich auf hochwertige Tierarzneimittel, Probiotika und unterstützende Produkte verlassen, die eine effektive Krankheitsvorbeugung und -behandlung gewährleisten und so Produktivität und nachhaltigen Gewinn steigern.


