Die Schlupfrate ist ein wichtiger Indikator in der Zucht von Geflügel und spiegelt die Gesamteffizienz des gesamten Prozesses wider – von der Auswahl der Zuchttiere, der Fütterung der Elterntiere, der Sammlung und Lagerung der Eier bis hin zur Brüttechnik und der Aufzucht der Jungtiere. Wenn einer der technischen Schritte nicht gut kontrolliert wird, kann die Schlupfrate erheblich sinken, was zu Embryotod, ungleichmäßigem Schlupf oder schwachen Jungtieren führt.
AUSWAHL UND SAMMLUNG DER BRUTEIER
Die Qualität der Eier bestimmt zu etwa 80 % den Erfolg des Brütens. Die Bruteier sollten von gesunden Elterntieren stammen, die keine Krankheitserreger tragen und mit einer ausgewogenen Ration aus Vitamin A, E, Mineralstoffen und essenziellen Aminosäuren gefüttert werden.
Eier, die den Standards entsprechen, müssen eine gleichmäßig ovale Form haben, eine dicke, gleichmäßige Schale ohne Risse oder Verschmutzungen. Das Gewicht der Eier sollte je nach Art passend sein: Huhn 50 – 60 g, Ente 65 – 75 g, Wachtel 10 – 12 g. Die Eiersammlung sollte 3 – 4 Mal täglich erfolgen, um Risse zu vermeiden und zu verhindern, dass die Eier zu lange hohen Umgebungstemperaturen ausgesetzt sind, was eine vorzeitige Embryonalentwicklung verursachen kann.
Nach der Sammlung müssen die Eier in einem sauberen, gut belüfteten Raum bei 18 – 22 °C und einer Luftfeuchtigkeit von 70 – 80 % gelagert werden. Die Lagerdauer sollte 5 – 7 Tage nicht überschreiten, um die höchste Schlupfrate zu gewährleisten.
LAGERUNG UND VORBEREITUNG DER EIER VOR DEM BRÜTEN
Während der Lagerung werden die Eier mit der breiten Seite nach oben gelagert und 1 – 2 Mal täglich geneigt, um zu verhindern, dass der Embryo an der Schale kleben bleibt. Vor dem Einlegen in den Brutapparat sollten die Eier auf äußere Mängel überprüft und mit Formaldehyd-Dampf desinfiziert werden (40 ml Formaldehyd + 20 g KMnO₄ pro 1 m³ für 20 Minuten) oder mit einem milden Desinfektionsmittel gemäß Empfehlung behandelt werden.
Parallel zur Eiverarbeitung muss die Desinfektion der Brutkammer und des Brutapparats strikt durchgeführt werden. Wird dieser Schritt vernachlässigt, können Bakterien wie E. coli, Salmonella oder Staphylococcus zurückbleiben und über die Luftlöcher in die Eier eindringen, was die Schlupfrate verringert und das Risiko von Nabelentzündungen bei den Jungtieren erhöht.
TECHNISCHE STEUERUNG DES BRÜTVORGANGS
Temperatur und Luftfeuchtigkeit sind die zwei Kernfaktoren, die die Embryonalentwicklung direkt beeinflussen.
Für Hühnereier wird in der Anfangsphase (1 – 10 Tage) eine Temperatur von 37,8 – 38,0 °C und eine Luftfeuchtigkeit von etwa 60 % gehalten. In der mittleren Phase (11 – 17 Tage) wird die Temperatur auf 37,5 °C gesenkt und die Luftfeuchtigkeit auf 55 % reduziert. In der Endphase (18 – 21 Tage) wird die Temperatur auf 37,2 °C gehalten und die Luftfeuchtigkeit auf 65 – 70 % erhöht, um den Schlupf zu unterstützen.
Für Enteneier beträgt die Bruttemperatur etwa 37,5 °C bei einer Luftfeuchtigkeit von 65 – 70 %; ab dem 25. Tag sollte die Luftfeuchtigkeit auf 70 – 75 % erhöht werden. Wachtel-Eier werden in den ersten 14 Tagen bei 37,7 – 38,0 °C und 55 – 60 % Luftfeuchtigkeit bebrütet, danach bis zum Schlupf auf etwa 65 % erhöht.
Während des gesamten Brütvorgangs müssen die Eier in den ersten zwei Dritteln der Zeit 6 – 8 Mal täglich gewendet werden, um ein Anhaften des Embryos an der Schale zu vermeiden. In den letzten drei Tagen vor dem Schlupf werden die Eier nicht mehr gewendet, um dem Embryo die richtige Positionierung zu ermöglichen. Gleichzeitig muss für eine gute Belüftung in der Brutkammer gesorgt werden, wobei der CO₂-Gehalt 0,5 % nicht überschreiten darf, da sonst Ersticken und Embryotod drohen.
EIERKONTROLLE UND AUSSORTIERUNG
Das Eierausleuchten ist eine notwendige Maßnahme, um die Embryonalentwicklung zu überwachen und nicht geeignete Eier rechtzeitig auszusortieren. Die erste Kontrolle (Tag 6 – 7 bei Hühnereiern) dient dazu, Eier ohne Embryo oder mit frühzeitig abgestorbenem Embryo zu erkennen. Die zweite Kontrolle (Tag 14 – 16) dient der Erkennung von Embryotod in der Mitte der Brutzeit. Vor dem Schlupf wird nochmals kontrolliert, um schwache Embryonen auszusondern. Eine fachgerechte Eierkontrolle reduziert das Infektionsrisiko und spart Brutkosten.
SCHLUPFPHASE UND AUFZUCHT DER JUNGTIERE
Wenn der Embryo beginnt, die Schale aufzubrechen, müssen Temperatur und Luftfeuchtigkeit stabil gehalten und das Öffnen des Brutapparats eingeschränkt werden, um plötzliche Temperaturschwankungen zu vermeiden. Nach dem Schlupf sollten die Jungtiere etwa 2 – 3 Stunden im Brutapparat getrocknet werden, bevor sie in einen vorgewärmten Aufzuchtstall bei 32 – 34 °C gebracht werden.
Es ist wichtig, deformierte Jungtiere, solche mit offenem Nabel, Dotteranhaftungen oder zu schwache Tiere auszusondern. In den ersten 24 Stunden sollten die Jungtiere Wasser mit Elektrolyten, Vitamin C und Verdauungsenzymen erhalten, um die Gesundheit schnell zu stabilisieren und die Frühsterblichkeit zu reduzieren.
KRANKHEITSVORBEUGUNG WÄHREND DES BRÜTVORGANGS
Die Hauptinfektionsquelle sind verschmutzte Eier, unzureichend desinfizierte Brutapparate oder unhygienische Arbeitspraktiken. Daher ist eine regelmäßige Desinfektionsroutine wichtig, ebenso wie das Tragen von Handschuhen und Masken bei der Eiverarbeitung und die Reinigung des Brutapparats nach jeder Brutperiode.
Zusätzlich sollten Luftqualität und Wasserquelle im Brutraum regelmäßig überprüft werden, um Staub und Schadgase auszuschließen. Eine saubere Brutumgebung ist entscheidend, um häufige Krankheiten bei Jungtieren wie Nabelentzündungen, Dottersackentzündungen und Blutvergiftungen zu minimieren und so die Schlupfrate und Qualität der Nachzucht zu verbessern.
Phương Đông
Quelle: nguoichannuoi.vn


