Schweine-Erysipel (Erysipelas) ist eine der häufigsten ansteckenden Krankheiten und verursacht erhebliche wirtschaftliche Schäden in der Schweinehaltung. Die Krankheit tritt meist bei Schweinen im Alter von 3 bis 12 Monaten auf, besonders in der heißen Jahreszeit, bei plötzlichen Wetterumschwüngen oder wenn die Schweine unter Stress stehen. Lassen Sie uns gemeinsam mit Vemedim die Ursachen, Symptome und Behandlungsmöglichkeiten dieser Krankheit im Folgenden näher betrachten.
Merkmale und Ursachen der Schweine-Erysipel
Das Schweine-Erysipel ist eine ansteckende Krankheit, die durch das Bakterium Erysipelothrix rhusiopathiae verursacht wird, ein grampositives Bakterium mit hoher Überlebensfähigkeit und weitverbreiteter Verteilung. Das Bakterium kann bis zu 9 Monate in Tierkadavern und mehrere hundert Tage im Boden überleben und wird bei 70°C oder durch Kontakt mit Desinfektionsmitteln abgetötet.
Die Krankheit tritt das ganze Jahr über auf, bricht jedoch besonders stark in der heißen Jahreszeit oder zu Jahreszeitenwechseln aus, wenn die Abwehrkräfte der Tiere geschwächt sind. Besonders anfällig sind Schweine im Alter von 3 bis 12 Monaten, insbesondere Mastschweine. Die Infektionsquelle sind kranke Schweine oder Träger, die das Bakterium über Kot, Urin, Nasen- und Maulsekrete, Kadaver oder kontaminierte Haltungsmaterialien in die Umwelt ausscheiden. Die Krankheit kann auch auf andere Tierarten wie Rinder, Ziegen, Geflügel und sogar Menschen übertragen werden, führt beim Menschen jedoch selten zum Tod.
Nach dem Eindringen haftet das Bakterium an den Schleimhäuten des Verdauungs- oder Atmungstrakts, gelangt schnell in den Blutkreislauf und verursacht eine Blutvergiftung. Beim Absterben des Bakteriums werden Toxine freigesetzt, die eine Gefäßerweiterung, Hautrötungen, Stauungen sowie eine Vergrößerung von Milz und Lymphknoten verursachen. Bei Schweinen mit schwacher Abwehr kann das Toxin einen Herz-Kreislauf-Schock auslösen, der zum schnellen Tod führt.
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Symptome der Schweine-Erysipel
Die Krankheitsanzeichen variieren je nach Krankheitsform und Abwehrkraft der Tiere. Im Allgemeinen zeigen erkrankte Schweine hohes Fieber, Appetitlosigkeit, Hautverfärbungen und Bewegungsstörungen. Im Folgenden eine detaillierte Beschreibung der einzelnen Krankheitsformen:
Hyperakute Form (weißes Erysipel)
Diese Form verläuft extrem schnell und tritt meist bei gestressten Schweinen auf, z.B. durch Transport oder Wetterwechsel. Die Schweine haben hohes Fieber von 42-43°C, blasse Haut, sind erschöpft und zeigen kaum die charakteristischen roten Flecken; sie sterben innerhalb weniger Stunden.
Akute Form (rotes Erysipel)
Dies ist die häufigste Krankheitsform. Nach 1-2 Tagen mit hohem Fieber und Appetitlosigkeit erscheinen rote, quadratische, rautenförmige oder runde Flecken auf Schultern, Rücken, Bauch, Ohren und Leisten. Beim Drücken verblasst die Rötung kurz und kehrt schnell zurück – ein charakteristisches Merkmal zur Unterscheidung von der Schweinepest. Ohne Behandlung sterben 50-85 % der erkrankten Schweine an schwerer Blutvergiftung.
Chronische Form
Diese Form tritt meist nach einer nicht vollständig ausgeheilten akuten Phase auf. Die Schweine zeigen nekrotische Hautstellen mit dunkler Verfärbung, braunen Krusten und manchmal zusammenhängenden großen Bereichen. Außerdem können Gelenkentzündungen, Herzmuskelentzündungen, Lahmheit, Atemnot sowie bläuliche Verfärbungen von Ohren und Schnauze auftreten.
Diagnose und Behandlung der Schweine-Erysipel
Für eine genaue Diagnose sind klinische Beobachtungen, Sektionen und Laboruntersuchungen notwendig.
- Klinische Diagnose: basierend auf hohem Fieber, charakteristischen roten Flecken und schnellem Krankheitsverlauf.
- Sektion: zeigt Stauungen in Milz, Leber, Herz, Entzündungen im Darm und Gelenken.
- Laboruntersuchung: Isolierung des Bakteriums aus Leber, Niere oder Herzklappen.
Bei frühzeitiger Erkennung ist die Behandlung sehr effektiv. Die Therapie kombiniert spezifisches Antiserum und breit wirksame Antibiotika:
- Spezifisches Antiserum: intramuskulär oder subkutan 1-1,5 ml/kg Körpergewicht injizieren.
- Antibiotika: Penicillin-Gruppe, Amoxicillin, Ampicillin, Ceftiofur, Gentamicin. Zweimal täglich für 3-4 Tage injizieren.
- Unterstützende Behandlung mit Vemedim Aminovit, Vemedim ADE B Complex, Elektrolyte Vemedim Vime-Electrolyte sowie fiebersenkende und entzündungshemmende Medikamente Vemedim Analgindex.
Darüber hinaus sollten kranke Schweine isoliert, der Stall sauber und kühl gehalten sowie Stress reduziert werden, um die Genesung zu unterstützen.
Vorbeugung gegen Schweine-Erysipel
Vorbeugung ist die nachhaltigste und effektivste Maßnahme und umfasst Impfungen sowie die Gewährleistung der Biosicherheit. Konkret bedeutet das:
Impfung
- Die Impfung erzeugt eine aktive Immunität und reduziert das Risiko eines Ausbruchs.
- Ferkel: erste Impfung im Alter von 35-45 Tagen, Auffrischung nach 2 Wochen.
- Zuchtschweine, Sauen und Eber: regelmäßige Impfungen 2-3 Mal jährlich, 15 Tage vor der Geburt oder Besamung.
Einige derzeit verwendete Impfstoffe:
- Parvoruvac (Frankreich): schützt gleichzeitig gegen Parvovirus und Erysipel.
- ERYPELAS BACTERIN (Kanada): inaktivierter Totimpfstoff.
- Himmvac Sow-4 (Südkorea): schützt gegen Erysipel, Schweinepest, Rhinitis atrophicans, E.coli.
Hygiene und Biosicherheit
- Regelmäßige Reinigung und Desinfektion der Ställe mit Vemedim Altacid.
- Kontrolle des Personenverkehrs im Stallbereich, Verhinderung des Eindringens von Wildtieren, Insekten und Nagetieren.
- Bereitstellung von sauberem Wasser und ausgewogener Ernährung, Vermeidung von Stress durch Umweltveränderungen.
Das Schweine-Erysipel ist eine gefährliche ansteckende Krankheit, die besonders in konzentrierter Tierhaltung leicht ausbrechen kann. Tierhalter sollten vorbeugende Maßnahmen ergreifen, die Krankheit frühzeitig erkennen und rechtzeitig behandeln, um Schäden zu minimieren und die Produktivität der Schweinehaltung effektiv zu schützen. Für professionelle Unterstützung und spezialisierte Lösungen wenden Sie sich bitte an Vemedim – wir beraten Sie gerne und begleiten Sie auf dem Weg zur Pflege und zum Schutz Ihres Schweinebestands.


