KRANKHEIT DER BLÄSENBILDUNG BEIM PANGASIUS

KRANKHEIT DER BLÄSENBILDUNG BEIM PANGASIUS

 

ALLGEMEINE LAGE

      Neben den häufigsten Krankheiten wie: Blutungen, Leberabszess, Leberverfettung, Kiemenverfettung, Hautverfettung, Gelbsucht… tritt in letzter Zeit vermehrt die Gasblasenkrankheit bei Pangasius in Cần Thơ, An Giang, Đồng Tháp, Vĩnh Long, Bến Tre… mit hoher Frequenz auf, was Verluste für die Züchter verursacht.

      Die Gasblasenkrankheit tritt sowohl im Jungfisch- als auch im Mastfischstadium auf. Die meisten Fische mit Gasblasenkrankheit zeigen eine verminderte Gewichtszunahme und sind aufgrund von langanhaltendem Futterverweigerung schwach. In der leichten Infektionsphase sind die Fische normal aktiv und von außen schwer zu erkennen. Bei schwerer Infektion schwimmen die Fische träge am Teichrand und halten die Rückenflosse über der Wasseroberfläche, manchmal begleitet von Sekundärinfektionen, die zu Geschwüren vom Kopf bis zur Rückenflosse führen.

1/ Krankheitsursache

  • Durch den Pilz Fusarium sp. parasitär in der Schwimmblase (Fusarium oxysporum und Fusarium subglutinans)
  • Durch Teichwasser mit vielen Toxinen, giftigen Gasen, Schwermetallen, Chemikalienrückständen, Antibiotika, Pflanzenschutzmitteln.

Pilz Fusarium sp.

  • Kolonien sind hellrosa, wachsen nach 5 Tagen (GYA) bei 28oC, Größe 60 mm.
  • Pilzfäden sind septiert und verzweigt. Sporenstiele mit 2-5 Septen.
  • Makrosporen sind schiff- oder sichelförmig, leicht gebogen und an den Enden verjüngt, mit 1-5 Septen.
Krankheitsmuster: (A) Fisch mit Gasblasenkrankheit, innen mit Flüssigkeit und Gasblasen gefüllt, (B) Pilzsporen in der Schwimmblase (x1000), (C) Pilzsporen in der Schwimmblase (cotton-blue, x1000).

Morphologische Merkmale

Fusarium oxysporum.: (A) Standardkolonie auf GYA-Medium bei 28oC nach 7 Tagen Kultivierung, (B) Unterseite der Kolonie, (C) verzweigte, septierte Pilzfäden (roter Pfeil) (cotton-blue, x1000), (D) Makrosporen (cotton-blue, x1000), (E) Sporenstiel (grüner Pfeil) (cotton-blue-Färbung, x1000) und (F) Sporenstiel (cotton-blue, x1000)

      Die Schwimmblase ist ein sackförmiges inneres Organ auf der Rückenseite des Fischkörpers, das das Körpergewicht reguliert und die Auftriebskraft beim Schwimmen und Tauchen im Wasser steuert, sodass der Fisch in einer bestimmten Tiefe schweben kann, ohne schwimmen zu müssen. 

      Bei erkrankten Fischen bläht sich die Schwimmblase auf, die Fische müssen vermehrt Luft schnappen, um den Gasbedarf der Schwimmblase auszugleichen, was dazu führt, dass die Fische nahe der Wasseroberfläche schwimmen und oft mit dem Kopf nach oben Luft schnappen.

2/ Krankheitsanzeichen

Jungfische schwimmen auf dem Rücken
Geschwollene Schwimmblase, mit Gasblasen gefüllt. In einigen Fällen Darmblutungen
Große Fische: schwimmen träge, sammeln sich an Stellen mit Wasserströmung oder an der Oberfläche, um Luft zu schnappen. Blut ist dünnflüssig und gelbbraun gefärbt
Geschwollene Schwimmblase, dicke Blasenwand, mit Gasblasen und übelriechender Flüssigkeit gefüllt. In einigen Fällen Darmblutungen
Geschwollene Schwimmblase, mit Gasblasen und übelriechender Flüssigkeit gefüllt

3/ Vorbeugung

      Regelmäßige Behandlung des Teichwassers, Absaugen des Bodenschlamms, Reduzierung von giftigen Gasen (starkes Ablassen von Wasser in den Teich erzeugt Druck auf die Schwimmblase und verdrängt die Gasansammlung, was die Blasenaufblähung reduziert)

4/ Behandlung der Gasblasenkrankheit bei Fischen

      Die Behandlung der Gasblasenkrankheit ist sehr schwierig und muss kontinuierlich über 8-10 Tage erfolgen. Vorgehensweise:

https://iwsapi.vemedim.vn/vmd-web-mediafile/file/4754d9f2-68fd-47ee-8180-56a628b3d4bd
  • Schritt 1: Überprüfung des Teichsystems und Teichbodens; falls der Teichboden noch nicht abgesaugt wurde, sofort Schlamm absaugen.
  • Schritt 2: Alle Fische mit geschwollener Schwimmblase aus dem Teich entfernen (Fische sammeln sich meist in der Ecke des Teichs und schwimmen träge an der Oberfläche).
  • Schritt 3: Futtermenge um 50 % reduzieren, Futter mischen mit:

+Liverol 5 ml/kg Futter, kontinuierlich 8-10 Tage. 

*Hinweis: Das Medikament muss gleichmäßig gemischt werden, damit alle Fische im Teich das Medikament aufnehmen. Die Behandlung muss 8-10 Tage ununterbrochen erfolgen, auch wenn die Fische sich bessern, da sonst eine erneute Infektion und schwierige Behandlung später droht. Nach der Genesung sollten die Züchter zur guten Entwicklung der Fische zusätzliche Nährstoffe wie Vime-glucan, Vimelec, Verdauungsenzyme usw. zufüttern.

 

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